
Die Kurzantwort
Um ein Parkett richtig zu pflegen, bestimmen Sie zuerst seine Oberfläche. Versiegelt: Staubsauger und gut ausgewrungener Mopp mit einem Neutralreiniger. Geölt: spezielle Seife für geöltes Parkett und regelmässiges Nachölen der Laufzonen. Gewachst: fast kein Wasser, Staubsaugen und Pflegewachs. In jedem Fall gilt: kein stehendes Wasser, kein Dampf und keine aggressiven Mittel.
So erkennen Sie die Oberfläche Ihres Parketts
Bevor Sie ein Produkt wählen, sollten Sie wissen, was das Holz schützt. Drei einfache Anhaltspunkte:
- Versiegelt: Die Oberfläche ist glatt, fühlt sich etwas nach Kunststoff an und glänzt oft oder ist seidenmatt. Ein Wassertropfen bleibt auf der Oberfläche, ohne einzuziehen.
- Geölt: matte, natürliche Optik, die Maserung ist unter den Fingern spürbar. Lässt man einen Wassertropfen liegen, dunkelt das Holz leicht nach.
- Gewachst: weiche, seidenmatte Optik, häufig in älteren Häusern oder renovierten Bauernhäusern im Greyerzerland. Kratzt man an einer unauffälligen Stelle mit dem Fingernagel, löst sich ein feiner Wachsfilm.
Als Mieterin oder Mieter finden Sie die Angabe im Übergabeprotokoll oder erhalten sie bei der Verwaltung. Im Zweifelsfall behandeln Sie den Boden wie ein geöltes Parkett: Das ist die schonendste Methode.
Versiegeltes Parkett: im Alltag am einfachsten
Der Lack bildet eine Schutzschicht. Bei der Pflege geht es vor allem darum, ihn nicht zu zerkratzen und nicht zu durchnässen.
- Saugen Sie mit einer Hartbodendüse, ohne rotierende Bürste, die den Lack zerkratzt.
- Wischen Sie mit einem gut ausgewrungenen, fast trockenen Mikrofasermopp und einem Neutralreiniger oder einem Spezialreiniger für versiegeltes Parkett.
- Wischen Sie Spritzer sofort trocken, besonders bei Spüle und Geschirrspüler.
- Um stumpfen Lack aufzufrischen, gibt es Pflegeemulsionen, die man ein- bis zweimal pro Jahr aufträgt.
Verzichten Sie auf Schmierseife und fetthaltige Produkte: Sie hinterlassen einen klebrigen Film, der Staub anzieht und den Boden rutschig macht.
Geöltes Parkett: das Holz nähren
Öl dringt ins Holz ein, statt es zu bedecken. Das Parkett kann atmen, braucht aber etwas mehr Aufmerksamkeit.
- Reinigen Sie mit einer speziellen Seife für geöltes Parkett, verdünnt in lauwarmem Wasser. Sie reinigt und hinterlässt einen feinen Schutzfilm.
- Arbeiten Sie mit zwei Eimern: einem für das Seifenwasser, einem zum Ausspülen des Mopps.
- Ölen Sie die Laufzonen (Eingang, Korridor, vor dem Sofa) nach, sobald sie trocken oder gräulich wirken. Je nach Beanspruchung ist das meist ein- bis zweimal pro Jahr nötig.
- Wasser- oder Weinflecken lassen sich von Hand leicht anschleifen und anschliessend punktuell nachölen.
Gewachstes Parkett: Wasser ist der Feind
Wachs schützt gut, verträgt aber Feuchtigkeit sehr schlecht. Nasses Wischen kann es weiss anlaufen lassen.
- Saugen Sie oder wischen Sie mit einem leicht imprägnierten Fransenmopp.
- Bei Verschmutzungen mit einem kaum feuchten Tuch darüberwischen und danach trocknen.
- Tragen Sie auf stumpfen Stellen flüssiges oder pastöses Pflegewachs auf und polieren Sie anschliessend mit einem Wolltuch oder einer Bohnermaschine.
- Verwenden Sie nie Versiegelungsreiniger oder Fettlöser: Sie greifen das Wachs an.
Fehler, die Ihrem Parkett schaden
- Der Dampfreiniger: Hitze und Feuchtigkeit dringen zwischen die Dielen und lassen das Holz aufquellen.
- Essig oder Javelwasser: Sie machen den Lack stumpf und trocknen das Öl aus.
- Zu viel Wasser: Ein tropfender Mopp hinterlässt Wasser in den Fugen.
- Möbel ohne Filzgleiter: Stühle und Tische zerkratzen selbst einen robusten Lack.
- Kies unter den Schuhen: Eine gute Fussmatte beim Eingang ist mehr wert als jedes Wachs, besonders im Winter mit Splitt und Salz.
Denken Sie auch an das Raumklima: Sehr trockene Heizungsluft im Winter kann zu Fugen zwischen den Dielen führen. In unseren Tipps zu natürlichen Reinigungsmitteln lesen Sie, was Sie vom Holz fernhalten sollten.
Wie oft reinigen?
- Staubsaugen: ein- bis zweimal pro Woche, mit Kindern oder Haustieren öfter.
- Feucht wischen: einmal pro Woche in den Wohnräumen, alle zwei Wochen in den Schlafzimmern.
- Pflege der Oberfläche: Emulsion, Öl oder Wachs ein- bis zweimal pro Jahr, je nach Beanspruchung.
- Renovation (Abschleifen, neuer Lack oder neues Öl): Das ist Sache des Parkettlegers, nicht der Reinigung.
Bei unserer Unterhaltsreinigung passt die Reinigungskraft die Produkte Ihrem Boden an; wir bringen einen Neutralreiniger mit und verwenden gerne Ihre Spezialseife, falls vorhanden. Für einen stark verschmutzten Boden vor dem Einzug oder bei der Wohnungsabgabe eignen sich die Grundreinigung oder die Endreinigung besser.
Wir sind in Marly, in Bulle und im ganzen Kanton Freiburg für Sie im Einsatz. Die regelmässige Haushaltsreinigung kostet 38.–/Std., inklusive Reinigungsmittel und Anfahrt: Verlangen Sie eine kostenlose Offerte.
Häufige Fragen
Darf man auf versiegeltem Parkett einen Dampfreiniger verwenden?
Wir raten davon ab. Auch ein versiegeltes Parkett hat Fugen zwischen den Dielen, in die der Dampf eindringt. Mit der Zeit quillt das Holz auf und der Lack löst sich an den Rändern.
Eignet sich Schmierseife für Parkett?
Nur für bestimmte geölte Parkette und sparsam dosiert. Auf versiegeltem Parkett hinterlässt sie einen Fettfilm. Eine Spezialseife für geöltes Parkett ist die sicherste Wahl.
Wie entfernt man einen Kratzer im Parkett?
Bei geöltem Parkett genügt oft ein leichtes punktuelles Anschleifen mit anschliessendem Nachölen. Bei versiegeltem Parkett lässt sich ein Kratzer im Lack mit einem Retuschierstift kaschieren; ist das Holz beschädigt, braucht es einen Parkettleger.


